Wir erklären Ihnen alle wichtigen Begriffe rund um Tore und Technik.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

D

Dachfolgebeschlag

Bei dieser Beschlagsart ( Umlenkung ) werden die sonst waagrecht montierten Laufschienen der Dachneigung folgend angepaßt. Die Torsionsfedern, die Achswelle, die Seiltrommel sowie die Konsolen sind oberhalb der Öffnung hinter dem Sturz angebracht. Die Antriebseinheit, ob Haspelkettenantrieb oder Elektroantrieb sind ebenfalls seitlich vorn am Sturz hinter der Laibung plaziert. Ergänzt werden kann der Dachfolgebeschlag durch den Niedrigsturzbeschlag und den höhergeführten Beschlag.

Deckengliedertor

Diese Bezeichnung steht ebenso wie Deckengelenktor für den Begriff Sektionaltor.

Dichtungen

Sie sind am Sektionaltor sehr wichtig und an verschiedenen Stellen zu finden. Verwendung finden sie als Boden-dichtungsgummi, als Abdichtung zum Sturz, als Einfassung von Verglasungen, als seitliche Zargendichtung oder auch als Abdichtung zwischen den einzelnen Sektionen.

Dichtungslippen

Als Abdichtung zum Sturz der Anfangssektion ( Topsektion ), vom Aluminiumrahmen zur Verglasung oder aber auch von der Zarge zum Torblatt finden diese Dichtungen ihren Einsatz.

Direktantrieb

Auch Zug- oder Schleppantrieb genannt werden größtenteils im privaten Bereich eingesetzt. Ausgeführt können sie mit 230 Volt ( Privatbereich ) bzw. auch mit 400 Volt ( Industriebereich ) werden. Diese Antriebe werden waagrecht unterhalb der Decke montiert und ziehen über ein Gestänge, das am Torblatt befestigt ist, den Torflügel. Angetrieben werden sie durch eine umlaufende Endloskette, einem Zahnriehmen oder einer Spindel.

Doppelte waagrechte Laufschienen

Eingesetzt werden sie ausschließlich bei den Beschlägen die mit Niedrigsturz ausgeführt werden. Wie schon der Name sagt handelt es sich um eine doppelt übereinander geführte Laufschienenkonstruktion deren Sinn und Zweck darin besteht bei geringstmöglichem Platzbedarf im Sturzbereich den Sektionaltorflügel von der Senkrechten in die Waagrechte zu schieben.

Drahtseil

Mit dem Drahtseil wird der Torflügel zum Öffnen gehoben und in jeglicher Position gehalten. Die untere Befestigung des Seils erfolgt mittels Seilaufhängung am Bodenbeschlag der rechts und links an der Boden-sektion angebrachtist. An den Seiltrommeln, die sich beidseitig auf der Achswelle befinden, erfolgt die obere Befestigung. Sogenannte Sicherheitswindungen auf den Seiltrommeln dienen der Zugentlastung. Üblicherweise werden die Drahtseile in verzinkter Form ausgeführt und haben einen Seildurchmesser von 6 – 10 mm.

Drückergarnitur

Türgriffe aus eloxiertem Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff, in verschiedenen Ausführungen ( gerade, geköpft, rund oder eckig ) die man zum Öffnen und Schließen einer Tür verwendet. Eingesetzt werden sie in integrierten Schlupftüren oder beim seitlichen Festteil mit Tür.

Duplexfedern

Sind jeweils zwei ineinander geschobene Torsionsfedern bzw. zwei übereinanderliegende Torsionsfedern auf zwei verschiedenen Achswellen. Sie werden eingesetzt wenn die Länge der Achswelle nicht ausreicht um die not-wendigen Federn unterzubringen (Ausgleich der Gewichtskraft des Flügels). Dies kann dann der Fall sein wenn die Tore sehr schwer oder sehr hoch sind.

Durchbiegung

Sie tritt dann meistens auf wenn der Torflügel in den waagrechten Laufschienen liegt, also im geöffneten Zustand des Tores. Auch im geschlossenen Zustand unter auftretender Windbelastung kann ein durch-biegen der Sektionen bzw. des ganzen Torblattes erfolgen. Vermindert werden kann die Durchbiegung des Torflügels durch Anbringung von Versteifungs- oder sogenannten Verstärkungsprofilen. Diese können nachträglich während der Montage des Tores angebracht werden. Bei breiten Toren sind diese Verstärkungen bereits in den Standardprofilen ( Rahmen-Sprossen-Konstruktion ) integiert.

Durchfahrtsbreite

Bezeichnet die maximale Einfahrtsbreite zwischen den senkrechten Zargen des Sektionaltores.

Durchfahrtshöhe

Bezeichnung für die maximal erreichbare Einfahrtshöhe des Tores von Fertigfußbodenoberkante bis Unterkante der vorhandenen Konstruktion ( Sturz, Sturzblende, Decke, Stahlkonstruktion, etc. ).

E

Edelstahlbeschläge

Um eine Korrosion verzinkter Teile zu vermeiden werden diese in Edelstahl ( V2A, V4A ) ausgeführt. Anwendung finden diese Beschläge vorwiegend an Sektionaltoren welche mit aggressiven Dämpfen und Gasen in Berührung geraten, in Waschanlagen oder im Lebensmittelbereich.

Einfachverglasung

Einwandige Scheiben aus Acryl, Polycarbonat oder Macrolon werden in einer Aluminium-Rahmen-Sprossen-Konstruktion eingesetzt. Die Stärke der Einfachverglasung liegt meistens bei 3,0 mm wobei gegebenenfalls auch andere Stärken zu Ausführung kommen können. Die Scheiben werden nach außen mit witterungsbeständigen Dichtungslippen abgedichtet und innenseitig mit Klemmleisten aus Aluminium oder Kunststoff gehalten. Der K-Wert bei dieser Einfachverglasung ( 3,0 mm ) liegt bei ca. k = 3,1 W/m²K

Einschaltdauer

Sie ist das prozentuale Verhältnis der Zeit mit konstanter Belastung zur Zeit der konstanten Belastung plus stromloser Zeit. Für den Torbereich hat der Aussetzbetrieb ohne Einfluß des Anlaufvorgangs ( S 3 ) die größte Bedeutung. Die meisten Elektroantriebe sind mit einer Einschaltdauer von S 3 – 40 % oder S 3 – 60 % ausgelegt. Bei Toren mit hoher Betätigungsfrequenz können auch Elektroantriebe mit S 1 – 100 % erforderlich sein. S 1 ist Dauerbetrieb mit konstantem Belastungszustand, dessen Dauer ausreicht, den thermischen Beharrungszustand zu erreichen.

Einzugstellen

Nach Entwurf DIN EN 12433-2 sind Einzugstellen Gefahrstellen, an denen Kleidung und/oder Körperteile erfaßt und in einen sich verkleinernden Spalt gezogen werden kann. Als Absicherung dienen pneumatische oder elektrische Schaltleisten bzw. Fotozellen oder Lichtschranken.
Eloxierung ( anodische Oxidation )
Für anodisch oxidierte Erzeugnisse aus Aluminium ( DIN 17611 ) die der Witterung ausgesetzt sind wird eine Mindestschichtdicke vorgeschrieben ( 20 mü ). Die gängigste Eloxalqualität ist E 6. Dies bedeutet eine chemische Vorbehandlung des Werkstoffes wozu verschiedene Beizverfahren gehören. Farbtöne von hell-, mittel-, dunkelbronce und schwarz sind möglich.

Endschalter

Bei elektrisch betriebenen Toren sitzen die Endschalter direkt im Antriebsgehäuse. Sie dienen der sogenannten Wegbegrenzung des Torlaufs. Es gibt jeweils einen oberen und einen unteren Endschalter. Eingestellt wird der tiefste und der höchste Punkt des Torlaufs ( wenn die Bodensektion den Boden berührt bzw. hinter dem Sturz liegt ). Für den Fall des Versagens der Endschalter sind zusätzliche Sicherheitsendschalter integriert die den Torlauf auf- und abwärts begrenzen.

Entriegelungsantrieb

Dieser Elektroantrieb läßt sich mittels einer Zugkette oder einem Zugseil durch eine kleine Handbewegung ent-riegeln und als handbetätigtes Tor bedienen. Sinn und Zweck dieser Funktion ist das schnelle Öffnen und Schließen der Toranlage bei Stromausfall. Ausgeführt wird er als 400 Volt Drehstromaufsteckgetriebe. Zusätzlich muß jedoch eine Sicherheitseinrichtung sprich eine Federbruchsicherung eingesetzt werden.

F

Falthebetor

Ähnlich wie das Sektionaltor besteht dieses Tor ebenfalls aus einzelnen Sektionen. Anstelle der Umlenkung in die Waagrechte, Vertikale oder Schräge werden die einzelnen Sektionen hinter dem Sturz übereinander / hintereinander abgelegt oder abgestellt.

Fangvorrichtungen

Separate Fangvorrichtungen müssen im Falle der Absturzgefahr selbsttätig auf den Torflügel wirken und ihn halten. Sie werden unabhängig zum Antrieb als separates Teil auf der Achswelle montiert. Übersteigt die Drehzahl der Achswelle die zulässige Betriebsdrehzahl der Fangvorrichtung so kommen Sperrklinken zum Einsatz die das Ab-stürzen des Torflügels verhindern.
Integrierte Fangvorrichtungen sind im Getriebegehäuse der Elektroantriebe zusätzlich eingebaute Einrichtungen, die im Falle eines Getriebeschadens das Abstürzen des Torflügels verhindern sollen. Sie sind Drehzahl- und Drehrich-tungsunabhängig.

Federaggregate

Oder auch Torsionfedern genannt sind einfach gewickelte Federn bei denen der Federquerschnitt über die gesamte Länge gleich bleibt. Je nach Flügelgewicht müssen sie so dimensioniert sein das sie das Flügelgewicht in jeder Position ausgleichen. Sie werden auf der Achswelle mit einem Spannkopf befestigt sodaß die Welle je nach Dreh-richtung die Federn spannt oder entspannt. Das Vorspannen der Federn erfolgt bei der Montage durch das Drehen des Spannfederkopfes in Windungsrichtung. Um beim Bruch einer Feder ein Abstürzen des Torflügels zu verhindern wird zusätzlich eine Federbruchsicherung eingebaut. Aufgrund des ausgeglichenen Gewichts läßt sich der Torflügel einfach von Hand öffnen oder schließen.

Federbruchsicherung

Sie wird ausschließlich in Verbindung mit Federaggregaten eingesetzt und dient der Sicherung für den Fall, das bei Umschaltung von Kraft- auf Handantrieb der Antrieb entriegelt wird. Die Federbruchsicherung ist Drehmomentab-hängig und wirkt nur bei Bruch einer Feder. In solch einem Fall, also beim Bruch einer Feder wird die Welle durch ein Sperrad sofort blockiert und ein Abstürzen des Torlügels verhindert.

Federkopf ( Spannkopf )

Die Torsionfedern werden mittels Spannköpfen auf der Achswelle befestigt. Sie dienen als Spannvorrichtung und ermöglichen je nach Drehrichtung der Welle ein Spannen oder Entspannen der Federn. Durch das Drehen des Spannfederkopfes in Windungsrichtung lassen sich die Torsionsfedern vorspannen. Nach erreichen der vorge-gebenen Spannumdrehungen wird der Federkopf mit Feststellschrauben auf der Achswelle arretiert.

Federpuffer

Die Federpuffer befinden sich jeweils am hinteren Ende der Führungsschienen und dienen als zusätzliche An-schubhilfe bei der Schließbewegung des Tores. Sie sind meistens aus verzinktem Stahl, kombiniert mit einer Druckfeder und einem Gummistopfen. Im geöffneten Zustand des Tores sind die beiden Druckfedern der Federpuffer zusammengedrückt. Das Entspannen der Federn erfolgt beim Schließvorgang des Tores.

Festteil

Ein Torelement das fest mit dem Bauwerkskörper verbunden ist. Es kann auf Wunsch ansichtsgleich zum Sektionaltor ausgeführt werden, d.h. das die Breiten- und Höhenaufteilung der Sektionen bzw. Felder angepasst werden können. Als zusätzliche Möglichkeit läßt sich eine sogenannte Schlupftür im Festteil integrieren. Sie läßt sich wahlweise nach innen oder außen öffnen, DIN Links oder DIN Rechts angeschlagen.

Feuerverzinkung

Ein anderer Begriff für Schmelztauchüberzug. Bei ca. 450° C wird der fett- und rostfreie Stahl in das geschmolzene Zink getaucht und nach gewisser Zeit zum abkühlen gebracht. Sie ist der optimaler Schutz für Stahlteile gegen Korrosion.

Fingerklemmschutz

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diesen Schutz auszuführen. Entweder werden zusätzliche Dichtungslippen zwischen den einzelnen Sektionen angebracht oder man gestaltet die Profilgebung der Sektionsober- und unterteile so das im Scharnierbereich kein Spalt entstehen kann, also keine Quetschstelle. Entstehen können solche Quetsch-stellen dann, wenn der Sektionaltorflügel von der Senkrechten in die Waagrechte umgelenkt wird. Zwischen den einzelnen Sektionen entstehen im Umlenk- bzw. Scharnierbereich Spalten die bis ca. 2,50 m im Greifbereich liegen.

Fluchttür

Dieser Begriff bezeichnet eine Tür ohne Boden- oder Stolperschwelle die im Notfall, von innen trotz Verriegelung, ohne Schlüssel zu Öffnen sein muß. Um diese Funktion zu gewährleisten ist ein Panikschloß in solchen Türen eingebaut.

Flügel

Bezeichnet wird mit diesem Begriff das Torblatt des Sektionaltores. Das Sektionaltorblatt ansich besteht aus einzelnen Sektionen die größtenteils durch Scharniere oder aber auch durch eine durchgehende, im Profil ein-gelassene Scharnierung miteinander verbunden sind. Generell können verschiedene Anforderungen wie Wärme- und Schalldämmung, Brandschutz, Windsicherheit sowie Lichtdurchlässigkeit an den Torflügel gestellt werden.

Freiraum

Seitlicher Platzbedarf rechts und links neben der Toröffnung sowie der Platzbedarf im Bereich der Umlenkung des Torflügels im Sturzbereich. Freiraum bezieht sich im allgemeinen auf die Platzverhältnisse die im Bereich der Tor-öffnung zur Verfügung stehen ( sollten ).

Führungsschienen ( Laufschienen )

Sie werden in galvanisch verzinktem Stahlblech oder in stranggepreßtem Aluminium ausgeführt. Die Formgebung der Schiene wurde so ausgelegt das sie die sich bewegenden Laufrollen umfaßt. Die Führungsschiene ist mit der Zarge verschweißt oder verschraubt und sollte über ausreichend Festigkeit verfügen. Die Befestigung erfolgt über Winkel oder andere Befestigungsmaterialien. Am hinteren Ende der Schienen werden Federpuffer angebracht.

Füllungen

Die in der Rahmen-Sprossen-Konstruktion entstehenden Felder können auf die unterschiedlichste Weise ausgefüllt werden. Einfach- und Isolierverglasung, Stahl- oder Aluminiumblech, Isolierte Stucco-Paneelen, Holzplatten, Aluminiumbleche mit Lochung oder aber auch Gitterfüllungen sind möglich.

G

Galvanische Verzinkung

Diese Art der Verzinkung basiert auf einer elektrolytischen Methode mit der in wäßriger Schwefelsäure der Zink auf das als Kathode geschaltete Stahlteil aufgebracht wird. Die entstandene Zinkschicht ist verhältnismäßig dünn und gegen mechanische Einwirkungen sehr empfindlich. Anwendung findet sie bei den senkrechten und waagrechten Führungsschienen, den Scharnieren, den Konsolen und etlichen sonstigen Teilen des Sektionaltores.

Getriebemotor

Siehe unter Antriebe ( Kettenradantrieb )

Gewährleistung

Der Auftragnehmer übernimmt die Gewähr, daß seine Leistung zur Zeit der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat, den anerkannten Regeln der Technik entspricht und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern. ( Def. VOB/B § 13 Abs. 1 )

Gewichtsausgleich

Der Torflügel wird über den gesamten Weg der Flügelbewegung durch die Torsionsfedern gewichtsausgeglichen. Das heißt, das der Flügel in jeder Position der Torbewegung von den Federn gehalten werden muß.

Glasleisten

Die Füllungen der Rahmen-Sprossen-Konstruktion werden auf der Innenseite mit Glas- oder Klemmleisten gehalten. Sie sollten selbsthaltend sein und dürfen sich auch bei Beschädigung der Füllung nicht lösen. Materialien wie Aluminium und Kunststoff finden ausschließlich Verwendung.

Griffmulde

Sie wird bei Sektionaltoren mit Handbetätigung ausgeführt ( Zugseil, Haspelkette ). Eingebaut außen in der Bodensektion, wahlweise links oder rechts angeordnet dient sie als Haltegriff zum Öffnen des Torflügels.

Gummidichtungsprofile

Sie sind am Sektionaltor sehr wichtig und an verschiedenen Stellen zu finden. Verwendung finden sie als Boden-dichtungsgummi, als Abdichtung zum Sturz, als Einfassung von Verglasungen, als seitliche Zargendichtung oder auch als Abdichtung zwischen den einzelnen Sektionen.

Gurtband

Es erfüllt die gleiche Funktion wie das Drahtseil. Befestigt wird es an der untersten Sektion am Bodenbeschlag und oben an der Gurtscheibe die auf der Achswelle befestigt ist.

Gurtscheibe

Auf ihr wickeln sich die beiden Gurtbänder ( links und rechts ) während des Öffnungs- und Schließvorgangs des Torflügel auf. Befestigt werden sie auf der Achswelle die beim Gurtzug als Siederohr ausgeführt wird.

Gurtzug

Dieses System ist eine Alternative zum Seilzug. Es werden keine Torsionsfedern und keine Seiltrommeln verwendet wodurch also kein Gewichtsausgleich über Federn stattfindet. Sektionaltore mit Handbedienung können mit diesem System nicht ausgeführt werden und benötigen elektrische Antriebe.

H

Handbetätigung

Ursprünglichste Art der Betätigung eines Sektionaltores. Das Öffnen des Torflügels erfolgt von Hand mittels einer in der Bodensektion eingelassenen Griffmulde oder einem aufgesetzten Griff. Aufgrund des Gewichtsausgleichs ( Torsionsfedern ) bleibt der Torflügel leicht zu bedienen. Das Schließen des Tores erreicht man durch die Betätigung des Zugseils auf der Torinnenseite.

Handgriff

Wird bei handbedienten Sektionaltoren ausgeführt ( Zugseil, Haspelkette ). Wahlweise links oder rechts auf der Bodensektion angeordnet dient er zum Führen des Torflügels.

Handriegel

Hauptsächlich wird er bei handbedienten Toren eingesetzt. Dieser einfache Verriegelungsmechanismus wird auf der Torblattinnenseite befestigt und dient zum verschließen des Flügels. Auch bei elektrisch betriebenen Toren kann, kombiniert mit einem Elektrokontaktschalter, diese Verriegelung eingesetzt werden.

Haspelkettenantrieb

Der Haspelkettenantrieb, ebenfalls eine Art der Handbetätigung, ist ein mechanisches Hilfsmittel mit oder ohne Übersetzung mit dessen Hilfe man den Torflügel bewegt. Unterstützend wirkt auch hier der Gewichtsausgleich ( Torsionsfedern ).

Horizontale Laufschienen

Ihre Ausführung erfolgt in galvanisch verzinktem Stahlblech oder in stranggepreßtem Aluminium. Sie sind über die Umlenkbogen mit den senkrechten Zargen verbunden. Die horizontalen Schienen werden waagrecht unterhalb der Dach- oder Deckenkonstruktion befestigt. Als Befestigung dienen spezielle Montagewinkel alternativ auch verzinkte Rechteckprofile. Zur Stabilisierung wird am hinteren Ende der Laufschienen eine zusätzliche Querverstrebung an-gebracht.

Höherführung

Ist der vorhandene Platzbedarf über der Bauwerksöffnung ( Sturzhöhe ) größer als erforderlich kann die Umlenkung der Schienen in die Waagrechte oder Schräge nach oben verlängert werden. Der Sinn und Zweck einer Höherführung liegt darin das die Raumhöhe effektiver ausgenutzt werden kann.

I

Inbetriebnahme

Nach abgeschlossener Montage und Prüfung der Anlage ( arbeits- und betriebssichere Funktionsfähigkeit ) wird das Sektionaltor an den Auftraggebers übergeben. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Gewährleistungsfrist. Die Inbetriebnahme ist sozusagen auch eine Abnahme der Toranlage.

Instandhaltung

Sie ist die Gesamtheit der Maßnahmen die zur Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustandes sowie zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes notwendig sind. Instandhaltung bedeutet Wartung, Prüfung und Instandsetzung in einem.

Isolierverglasung

Wärmegedämmte Verglasung die sich aus jeweils zwei Scheiben ( z.B. Acryl, Polycarbonat, Makrolon ) mit einer Dicke von ca. 3 mm und einem dazwischenliegenden Luftzwischenraum ( LZR ) von ca. 16 – 24 mm zusammen-setzt. Der k – Wert bei einem Scheibenaufbau 3 – 16 LZR – 3 mm liegt bei k = 2,8 W/m²K.

J

Justierung

Mit dem Aufschrauben der Seiten- und Mittelscharniere erfolgt das Justieren des Sektionaltorflügels in beide ichtungen. Einmal in der Ebene der Flügelfläche und zum anderen dürfen sie sich nicht gegeneinander seitlich verschieben.

K

K – Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der Wärmedurchgangskoeffiziet „ k “ dient der Beurteilung des Transmissionswärmeverlustes durch Bausteile, Bauteilkombinationen oder durch die gesamte Gebäudeumfassungsfläche. Die Berechnung erfolgt nach den all-gemeinen Regeln der Technik z.B. nach DIN 4108-5 aus dem Wärmedurchlaßwiderstand unter Berücksichtigung der Wärmeübergangswiderstände. Zielsetzung der Wärmeschutzverordnung ist die Begrenzung des Wärmedurch-gangs der Gebäudeumfassungsfläche und der Lüftungswärmeverluste, um den Jahresheizwärmebedarf zum Zweck der Energieeinsparung zu senken.

Kältebrücke

Kältebrücke nennt man die Stelle im Bauwerk, an der die Wärme des Gebäudeinneren auf leichte Weise nach außen gelangen kann. Die Ursache dafür ist, daß an dieser Stelle konstruktiv ein anderes Material verwendet werden mußte oder dieser Punkt eine geringere Wärmedämmung als die umgebende Fläche aufweist. Die Kältebrücke wird auch als Wärmebrücke bezeichnet.

Kettenradantrieb

Kettenradantriebe werden ausschließlich mit 400 Volt Drehstrom ausgeführt. Die Kraftübertragung vom Motor zur Achswelle erfolgt über zwei Kettenräder sowie eine Rollenkette. Bedingt durch die verschiedenen Kettenräder ( An-zahl der Zähne ) lassen sich verschiedene Übersetzungsverhältnisse ausführen. Eingesetzt werden diese Antriebe angesichts fehlendem seitlichem Platzbedarf oder bei sehr schweren bzw. sehr großen Toren. Als zusätzliche Sicherheitseinrichtung muß eine separate Fangvorrichtung eingesetzt werden.

Klemmleiste ( Klippleiste )

Die Füllungen der Rahmen-Sprossen-Konstruktion werden auf der Innenseite mit Glas- oder Klemmleisten gehalten. Sie sollten selbsthaltend sein und dürfen sich auch bei Beschädigung der Füllung nicht lösen. Materialien wie Alu-minium und Kunststoff finden ausschließlich Verwendung.

Konischer Bodenausgleich

Verläuft der Fußboden nicht parallel zum Sturz entsteht ein Spalt an der Torunterseite. Um diesen Spalt zu schließen läßt sich die Bodensektion in gewissem Maße an der Schräge anpassen. Bei ausgeschäumten Sektionen ist diese Möglichkeit einfacher zu handhaben als bei Rahmenkonstruktionen.

Konsolen

Eckkonsolen (seitliche Konsolen) sind meistens in den seitlichen Zargen integriert, mit Kugellagern versehen und dienen als Aufnahme der Achswelle

Mittelkonsolen

Sie werden in der Mitte des Tores an der Decke oder am Sturzbefestigt und dienen als zusätzliche Befestigung und Stabilisierung der Torsionsfedern und Wellenkupplung

Korrosion

Ist die chemische Veränderung oder Zerstörung metallischer Werkstoffe durch Wasser und Chemikalien. Sie tritt dann auf wenn Werkstoffe nicht mit einer Schutzschicht gegen äußere Einflüsse überzogen sind.

Korrosionsschutz

Aktiver Korrosionsschutz ist auf Maßnahmen ausgerichtet, mit denen durch Wahl des Werkstoffes oder durch Ein-greifen in den Korrosiosvorgang beispielsweise durch Fernhalten oder Beeinflussung korrosionsfördernder Stoffe eine Korrosion vermieden wird.

Passiver Korrosionsschutz ist das Fernhalten angreifender, die Korrosion bewirkender Stoffe von der Oberfläche. Von Bedeutung ist das Galvanische- und das Feuerverzinken die das Metall mit Schutzschichten überziehen.

Kraftbetätigung

Im Sinne dieser Richtlinien sind Fenster, Türen und Tore, wenn die für die Bewegung der Flügel erforderliche Energie teilweise oder vollständig von Kraftmaschinen zugeführt wird.

L

Laibung

Laibung nennt man die seitlichen, inneren Flächen von Wandöffnungen, die für Tore ( seitlichen Zargen ) zur Be-festigung vorgesehen sind. Der Untergrund muß fest und stabil sein. Mit der Bezeichnung “seitlicher Platzbedarf hinter der Laibung “ versteht sich der vorhandene oder benötigte Platzbedarf zur Anbringung der Zargen sowie des Torantriebes.

Lastwechsel

Mit Angabe der Lastwechsel wird die voraussichtliche Nutzungsdauer der Torsionsfedern angegeben. Die Be-stimmung erfolgt durch die Parameter Arbeitsumdrehungen und Spannumdrehungen. Je nach Frequentierung der Toranlage unterscheidet sich die Anzahl der Lastwechsel bei den Federn.

Laufrollen

Sie erfüllen eine sehr wichtige Funktion beim Sektionaltor. Die Rollen sind aus Stahl mit einer Kunststoffum-mantelung und meistens kugel- oder rollengelagert. Von ihnen hängt ein ruhiger, reibungsloser und exakter Be-wegungsablauf des Torflügels ab. Sie sind für die Verwindungssteifigkeit des Flügels innerhalb der Führungs-schienen von großer Bedeutung.

Laufrollenachsen

Ihr Durchmesser beträgt in der Regel 12 mm; sie sind aus verzinktem Stahl oder Edelstahl und mit den Laufrollen fest verbunden. Bei großen und schweren Toren kommen auch stärkere Achsen zur Ausführung. Verbunden sind die Laufrollenachsen über die Rollenhalterung mit den einzelnen Sektionen

Laufrollenhalterung

Sie dienen als Aufnahme der Laufrollen und sind meistens mit dem Seitenscharnier kombiniert. Ihr Material besteht aus galvanisch verzinktem Stahlblech in einer Stärke von ca. 3 mm und ermöglichen neben einer Einstellung des Abstandes der Laufrollenachse zu der Flügelebene auch die Einstellung des Abstandes der Laufrolle von der Seiten-kante der Sektion.

Laufschienen

Sie werden in galvanisch verzinktem Stahlblech oder in stranggepreßtem Aluminium ausgeführt. Die Formgebung der Schiene ist so ausgelegt das sie die Laufrollen umfaßt. Die Laufschiene ist mit der Zarge verschweißt oder ver-schraubt und sollte über ausreichend Festigkeit verfügen. Ihre Befestigung erfolgt durch Winkel oder andere Be-festigungsmaterialien. Am hinteren Ende der Schienen werden Federpuffer angebracht.

Lichte Breite

Bezeichnung für das Breitenmaß der Bauwerksöffnung in die das Tor eingebaut werden soll.

Lichte Höhe

Bezeichnet das Höhenmaß der Bauwerksöffnung in die das Tor eingebaut werden soll.

Lüftungsgitter

Diese Gitter werden als zusätzliche Belüftungsöffnungen im Torflügel integriert. Materialien wie Kunststoff und Aluminium stehen zur Verfügung. Die Abmessungen der Lüftungsgitter sind mit einem Lüftungsquerschnitt von ca. 200 cm² begrenzt

M

Manuelle Betätigung (Handbedienung)

Ursprünglichste Art der Betätigung bei einem Sektionaltor. Das Öffnen des Torflügels erfolgt von Hand mittels einer in der Bodensektion eingelassenen Griffmulde oder einem aufgesetzten Griff. Aufgrund des Gewichtsausgleichs ( Torsionsfedern ) bleibt der Torflügel leicht zu bedienen. Das Schließen des Tores erreicht man durch die Betätigung des Zugseils auf der Torinnenseite.

Massivwelle

Standardmäßig wird die Achswelle aus verzinktem Stahl mit einem Durchmesser von 25,4 mm ( 1 Zoll ) verwendet. Je nach Törgröße ändert sich der Achsdurchmesser auf 31,75 mm ( 1 ¼ Zoll ). In der Massivwelle eingelassen ist eine durchgehende Nut in der eine spezielle Paßfeder ( Keil ) befestigt wird. Diese Paßfeder ist die Antriebsverbindung zwischen Achswelle und Aufsteckantrieb.

Mittelkonsole (Mittlere Lagerkonsole)

Sie werden in der Mitte des Tores an der Decke oder am Sturz befestigt und dienen als zusätzliche Be-festigung und Stabilisierung der Torsionsfedern und Wellenkupplung.

Mittelscharnier

Aus Aluminium oder aus galvanisch verzinktem Stahl gefertigt dienen sie als Verbindung der Sektionen unterein-ander. Die Befestigung der Scharniere erfolgt mittels selbstschneidenen Schrauben. Je nach Torflügelbreite wird die Anzahl der Mittelscharniere festgelegt. Sie dienen wie bereits erwähnt der Ausrichtung und Jusierung des Torflügels.

Mittelsektion (Mittlere Sektion)

Die Mittelsektionen sind diejenigen Sektionen die zwischen der Bodensektion und der Anfangssektion ( Topsektion ) eingebaut werden. Bei ausgeschäumten Paneelen und bei der Rahmen-Sprossen-Konstruktion werden die Sektionen jeweils in der gleichen Höhe ausgeführt. Verbunden sind sie über Seiten- und Mittelscharniere.

Montagerahmen

Nachträglich erstellte Konstruktion ( Holz, Stahl, Aluminium ) die als Befestigungsuntergrund dem Sektionaltor dient. Dieser Montagerahmen sollte mit dem vorhandenen Bauwerk fest verbunden sein und den statischen Erfordernissen entsprechen. Wahlweise wird er vom Torhersteller oder vom Bauherrn selbst geliefert.

N

Nebentür

Ein Türelement das fest mit dem Bauwerkskörper verbunden ist. Es kann auf Wunsch ansichtsgleich zu dem Sek-tionaltor ausgeführt werden, d.h. das die Breiten- und Höhenaufteilung der Sektionen bzw. der Felder angepasst werden. Wahlweise ist der Türflügel nach innen oder außen mit der Drückergarnitur zu öffnen. Konstruktionsbedingt kann auf den Einsatz einer Bodenschwelle verzichtet werden. Als Fluchttür wird die Nebentür nur anerkannt wenn ein Panikschloß eingebaut ist.

Niedrigsturzbeschlag

Es handelt sich um eine doppelt übereinander geführte Laufschienenkonstruktion deren Sinn und Zweck darin besteht bei geringstmöglichem Platzbedarf im Sturzbereich den Sektionaltorflügel von der Senkrechten in die Waag-rechte zu lenken. Die Achswelle mit den Seiltrommeln und Torsionsfedern werden wie der Elektroantrieb am hinteren Ende der waagrechten Laufschienen montiert.

Normalbeschlag (Normalumlenkung oder Standardbeschlag)

Der Torflügel wird in der Öffnungsbewegung von der Vertikalen oberhalb der Bauwerksöffnung um 90° in die Horizontale umgelenkt. Die Torsionsfedern, die Achswelle, die Seiltrommel sowie die Konsolen sind oberhalb der Öffnung hinter dem Sturz angebracht. Die Antriebseinheit, ob Haspelkettenantrieb oder Elektroantrieb sind ebenfalls seitlich vorn am Sturz hinter der Laibung plaziert. Bei diesem Beschlag ist ein seitlicher Platzbedarf sowie eine bestimmte Sturzhöhe erforderlich (je nach Hersteller)

Nothandkette

Sie ist eine zusätzliche Bedienmöglichkeit direkt am Elektroantrieb im Notfall. Mit einer verzinkten Stahlgliederkette wird der ausgekuppelte Motor über eine Zahnradscheide vom Boden aus bedient. Hand- und Kraftantrieb müssen gegeneinander verriegelt sein.

Nothandkurbel

Die Nothandkurbel ist bei jedem Aufsteckantrieb enthalten. Mit ihr läßt sich der Antrieb im Notfall durch einschieben der Kurbel von Hand betätigen. Hand- und Kraftantrieb müssen nach der ZH 1/494 gegeneinander verriegelt sein

O

Oberste Sektion ( Anfangssektion )

Sie ist die oberste Sektion des Sektionaltorflügels. Die Abdichtung zum Baukörper erfolgt mittels einer Gummidicht-lippe oder einer Bürstendichtung.

Obere Abdichtung

Auf der Anfangssektion ( Topsektion ) wird ein Dichtungsprofil befestigt das den Luftspalt zum Sturz verschließen soll. Eingesetzt werden elastische Dichtlippen oder Bürstendichtungen.

Obertürschließer

Verwendet wird er bei integrierten Schlupftüren im Sektionaltor. Der Obertürschließer wird am waagrechten oberen Tür- und Flügelrahmen auf der Torblattinnenseite befestigt. Sein Einbau soll gewährleisten das sich die Schlüpftür nach dem Öffnen selbstständig schließt.

Ovale Fenster (Bullaugen)

Verglasung aus Acryl in isolierter Ausführung dessen Abdichtung mittels einer umlaufenden Dichtungslippe in die ausgeschäumte Sektionaltorpaneele erfolgt. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Fenstergrößen verwendet. Der Einbau solcher Fenster ist ausschließlich auf ausgeschäumte Paneelen beschränkt.

P

Paneele

Bezeichnung für eine mit Polyurethan ausgeschäumte Sektionaltorsektion. Sie besteht aus feuerverzinktem Stahl-blech mit einer zusätzlichen Beschichtung auf Kunststoffbasis. Die beiden stucco- oder woodgrain strukturierten Bleche sind thermisch voneinander getrennt und werden mit FCKW – freiem Polyurethan-Hartschaum ausgeschäumt. Als Alternative kann strukturiertes ( stucco-designiertes ) Aluminiumblech in naturfarbener Ausführung verwendet werden.

Panikschloß

Eingesetzt wird es hauptsächlich in Fluchttüren. Seine Funktion muß gewährleisten das sich eine verriegelte Tür von innen im Notfall jederzeit mit drücken des Türgriffs öffnen läßt.

Paßfeder (Keil)

Verbindungsglied zwischen Achswelle und Aufsteckantrieb. Die Paßfeder ist in der Paßfedernut der Achswelle eingelassen und dient als sogenannte Arretierung in der Hohlwelle des Antriebs. Auch bei der Wellenkupplung wird die Paßfeder (Keil) verwendet.

Polycarbonatscheiben

Sie sind farblos, klar durchsichtig und haben eine hohe Witterungsbeständigkeit. Ihre Schlag- und Kratzfestigkeit ist höher als bei herkömmlichen Acrylglasscheiben. Einfach- oder Isolierverglasung können verwendet werden.

Potentialfreie Kontakte

Zusätzliche Microendschalter ( 5.- und 6.- ter Kontakt ) die im Antriebsgehäuse eingebaut sind. Diese Kontakte fungieren als Anschlußmöglichkeit für wie Alarmanlagen, Garagenlicht oder andere externe Steuerungen.

Prüfintervalle

Nach den Richtlinien für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore ( ZH 1/494 ) muß ein Tor mindestens einmal jährlich einer Prüfung unterzogen werden. Kürzere Abstände für Prüfungen liegen an der Bedienhäufigkeit oder am speziellen Einsatzgebiet der Tore.

Prüfung

Nach Beendigung der Montage und vor Übergabe des Tores ist eine Prüfung der Anlage vorzunehmen. Mit dieser Prüfung wird die betriebssichere Funktionsfähigkeit festgestellt und bescheinigt. Mindestens einmal jährlich muß eine Toranlage einer Prüfung unterzogen werden.

PVC – Handgriff

Wird bei handbedienten Sektionaltoren ausgeführt ( Zugseil, Haspelkette ). Wahlweise links oder rechts auf der Bodensektion angeordnet dient er zum führen des Torflügels.

Q

Quetschstellen

Quetschstellen sind nach DIN EN 12433-2 Gefahrstellen, an denen der Körper oder dessen Teile zwischen sich bewegenden Teilen des Tores oder zwischen sich bewegenden und festen Teilen gequetscht werden können.

Quetsch- und Scherstellen können entsehen

  • an Hauptschließkanten
  • zwischen den den Flügeln und festen Teilen der Umgebung
  • an Flügeln die sich aneinander vorbei bewegen

R

Rahmenkonstrunktion (Rahmen-Sprossen-Konstruktion)

Waagrechte und senkrechte stranggepresste Aluminiumprofile werden mittels Eckverbinder, Schrauben oder Gewindestangen miteinander verbunden. Die Wandstärke der Profile liegen zwischen 1,5 – 3,0 mm. Als Füllungen dienen verschiedene Verglasungsarten (Einfach- bzw. Isolierverglasung), verschiedene geschlossene Verblechungen (Alu-Stucco-Paneele, glatte Aluminiumbleche) sowie offene Verblechungen (Gitterfüllungen, Lochbleche).

Rahmenfüllungen

Die in der Rahmen-Sprossen-Konstruktion entstehenden Felder können auf die unterschiedlichste Weise ausgefüllt werden. Einfach- und Isolierverglasung, Stahl- oder Aluminiumblech, isolierte Stucco-Paneelen, Holzplatten, Alu-miniumbleche mit Lochung oder aber auch Gitterfüllungen sind möglich.

Rechteckige Fenster

Verglasung aus Acryl in isolierter Ausführung dessen Abdichtung mittels einer umlaufenden Dichtungslippe in die ausgeschäumte Sektionaltorpaneele erfolgt. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Größen verwendet. Der Einbau solcher Fenster ist ausschließlich auf ausgeschäumte Paneelen beschränkt.

Richtlinien

Die gültigen Richtlinien für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore sind in der ZH 1/494 niedergeschrieben. Sie dienen als Leitfaden und Empfehlungen für Sachkundige und Sachverständige im Torbau.

Rollenachse

Ihr Durchmesser beträgt in der Regel 12 mm; sie sind aus verzinktem Stahl oder Edelstahl und mit den Laufrollen fest verbunden. Bei großen und schweren Toren kommen auch stärkere Achsen zur Ausführung. Verbunden sind die Laufrollenachsen über die Rollenhalterung mit den einzelnen Sektionen.

Rollenhalter

Die Rollenhalter sind fest mit einer Achse ( Stahl verzinkt ) verbunden, die die Verbindung zum Torflügel herstellen. Sie dienen als Aufnahme der Laufrollen und sind meistens mit dem Seitenscharnier kombiniert. Ihr Material besteht aus galvanisch verzinktem Stahlblech in einer Stärke von ca. 3 mm und ermöglichen neben einer Einstellung des Abstandes der Laufrollenachse zu der Flügelebene auch die Einstellung des Abstandes der Laufrolle von der Seitenkante der Sektion.

S

Sachkundiger

Als Sachkundige werden Personen bezeichnet, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der kraftbetätigten Fenster, Türen und Tore haben und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitssschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der Technik ( Bestimmungen und DIN – Normen ) so weit vertraut sind, daß sie den arbeitssicheren Zustand von kraftbetätigten Fenstern, Türen und Toren beurteilen können. ( ZH 1/494 Ziffer 6.1 )

Sandwichpaneel

Bezeichnung für eine mit Polyurethan ausgeschäumte Sektionaltorsektion. Sie besteht aus feuerverzinktem Stahl-blech mit einer zusätzlichen Beschichtung auf Kunststoffbasis. Die beiden stucco- oder woodgrain strukturierten Bleche sind thermisch voneinander getrennt und werden mit FCKW – freiem Polyurethan-Hartschaum ausgeschäumt. Als Alternative kann strukturiertes bzw. stuccodesigniertes Aluminiumblech verwendet werden.

Schalldämmung

Je nachdem ob der Torflügel ein- oder mehrschalig aufgebaut ist, ist von wichtiger Bedeutung für die challdämmung des Tores. Das bewertete Schalldämmaß Rw ist im wesentlichen von der flächenbezogenen Masse und der Biege-steifigkeit der Elemente abhängig.

Scharnierbänder

Mit dem Aufschrauben der Seiten- und Mittelscharniere erfolgt das Justieren des Sektionaltorflügels in beide Richtungen. Die Scharniere müssen fest sitzen und dürfen sich beim Torlauf nicht lockern oder verformen. Ihre Befestigung und der Befestigungsgrund muß stabil und fest sein. Unterschieden wird zwischen Seiten- und Mittelscharniere ( s. Seitenscharniere – Mittelscharniere ).

Scherstelle

Scherstellen sind Gefahrstellen, an denen Kleidung und/oder Körperteile erfaßt und in einen sich verkleinernden Spalt gezogen werden können ( Entwurf DIN EN 12433-2 ). Zur Absicherung werden elektrische oder pneumatische Sicher-ungsleisten eingesetzt.

Schlaffseilschalter

Beidseitig an der Bodensektion befestigt dienen sie gleichermaßen auch als Seilbefestigung. Wird das Seil schlaff unterbricht der Schlaffseilschalter den Steuerstrom zum Elektroantrieb. Ein bedienen des Antriebes ist nicht mehr möglich.

Schlaffseilsicherung

Bei auftretendem schlaffen Seil muß gewährleistet sein das der elektrische Antrieb sofort stromlos geschaltet wird. Es soll verhindert werden daß das Drahtseil von den Seiltrommeln rutscht und somit keine Sicherheit mehr gegen das Abstürzen des Torflügels bietet.

Schlupftür

Sie ist eine im Torflügel integrierte Tür die wahlweise links oder rechts angeschlagen sein kann und nach außen aufgeht. Versehen wird die Schlupftür mit einem Obertürschließer um das Schließen der Tür zu gewährleisten. Bedingt durch die Schwelle im Türbereich kann sie die Funktion einer Fluchttür nicht erfüllen.

Schlupftürkontaktschalter

Dieser Schalter signalisiert dem Elektroantrieb ob die Schlupftür geschlossen ist. Die ZH 1/494 fordert, das bei Tor-flügeln mit eingebauter Schlupftür eine kraftbetätigte Flügelbewegung nur bei geschlossener Schlupftür möglich sein darf.

Schubriegel

Hauptsächlich wird er bei handbedienten Toren eingesetzt. Dieser einfache Verriegelungsmechanismus wird auf der Torblattinnenseite befestigt und dient zum verschließen des Flügels. Auch bei elektrisch betriebenen Toren kann, kombiniert mit einem Elektrokontaktschalter, diese Verriegelung eingesetzt werden.

Schutzart

Die Schutzart wird mit der Abkürzung IP ( International Protection ) und zwei Kennziffern angegeben. Mit der ersten Kennziffer wird die Schutzart gegen Berühren und Eindringen fester Fremdkörper einschließlich Staub gekenn-zeichnet. Die zweite Kennziffer stellt die Schutzart gegen Eindringen von Wasser mit schädigender Wirkung dar.

Seil (Drahtseil)

Mit dem Drahtseil wird der Torflügel zum Öffnen gehoben und in jeglicher Position gehalten. Die untere Befestigung des Seil erfolgt mittels Seilaufhängung am Bodenbeschlag der rechts und links an der Bodensektion angebracht ist. An den Seiltrommeln die sich beidseitig auf der Achswelle befinden erfolgt die obere Befestigung. Sogenannte Sicher-heitswindungen auf den Seiltrommeln dienen der Zugentlastung. Üblicherweise werden die Drahtseile in verzinkter Form ausgeführt und haben einen Seildurchmesser von 6 – 10 mm.

Seilaufhängung

Die Seilaufhängung erfolgt über Ösen mit Kauschen oder verstellbaren Hakenschrauben. Verbunden wird das Seil, das um die Kauschen ( Stahl verzinkt ) geführt wird, mit Presshülsen ( Aluminium ) die ein lösen des Seils verhindern sollen.

Seilbefestigung

Rechts und Links an der Bodensektion befinden sich Seilbefestigungen die meistens mit den Bodenbe-schlägen und Rollenhalterungen kombiniert sind. Mittels Kausche und verstellbaren Haken werden sie befestigt.

Seilbruchsicherung

Sie befindet sich in der Seilaufhängung an der Bodensektion und verfügt über eine Sperrklinke die durch das straffe Seil gehalten wird. Wird das Drahtseil etwas zu schlaff oder reißt sogar entfällt die Rückhaltekraft des Seils und die Sperrklinke wird durch die Federkraft in die Führungsschiene gedrückt und hält den Flügel.

Seildurchmesser

Übliche Seildurchmesser liegen zwischen 3 und 10 mm. Verwendung finden Rundlitzenseile 6 x 19 nach DIN 3060. D.h., das Seil besteht aus 6 Litzen mit je 19 Drähten und Fasereinlage, Kreuzschlag, rechtsgängig.

Seilführung

In der Regel werden beide Drahtseile senkrecht von der Befestigung an der Bodensektion zu den Seiltrommeln, die auf der Achswelle montiert sind, geführt. Eine Ausnahme stellt der Niedrigsturzbeschlag dar. Aus Platzgründen im Sturzbereich muß die Achswelle mit den Seiltrommeln und den Torsionsfedern hinter den waagrechten Führungs-schienen montiert werden. Durch diesen Umstand werden zum umlenken der Seile von der Senkrechten in die Waagrechte sogenannte Umlenkseilrollen benötigt.

Seiltrommeln

Für jeden Beschlag stehen unterschiedliche Seiltrommeln aus Aluminiumdruckguß zur Verfügung. Die Seiltrommeln, befestigt mit einem Keil auf der Achswelle, sind mit zwei Sicherheitswindungen für das Drahtseil versehen. Dies wird in der Aussparung der Seiltrommel mittels einer Schraube befestigt. Zur Unterscheidung der rechten und linke Seite werden die Seiltrommel farblich gekennzeichnet ( rot und schwarz ).

Seilumlenkung

Aus Platzgründen im Sturzbereich muß die Achswelle mit den Seiltrommeln und den Torsionsfedern hinter den waagrechten Führungsschienen montiert werden. Zum Umlenken der Seile von der Senkrechten in die Waagrechte werden sogenannte Umlenkseilrollen verwendet.

Seitenabdichtung

An den seitlichen senkrechten Zargen werden Dichtungslippen eingesetzt. Sie dienen zum Zweck der Abdichtung zum Torflügel und reichen vom Fertigfußboden bis zum Sturz.

Seitenscharniere

Sie sind ebenfalls aus Aluminium oder aus galvanisch verzintkem Stahl und dienen auch als Verbindung der Sektionen untereinander. Die Befestigung der Scharniere erfolgt mittels selbstschneidenen Schrauben. Die Seiten-scharniere sind stabiler ausgelegt als die Mittelscharniere und verfügen über zusätzliche Aufnahmen für Laufrollen-halterungen.

Selbsthaltung

Durch einen einzigen kurzen Befehlsimpuls wird der Torflügel automatisch geöffnet oder geschlossen. Mögliche Quetsch- und Scherstellen müssen durch Sicherheitseinrichtungen gesichert sein sodaß sie bei Berührung oder Unterbrechung durch eine Person oder Gegenstand die Flügelbewegung zum Stillstand bringt. Diese benötigten Sicherheitseinrichtungen sind bei Ausführung der Selbsthaltung zwingend vorgeschrieben.

Selbsthemmung (Getriebe)

Bei der statischen Selbsthemmung wird bei ausgeschaltetem Motor der Antrieb aus der Ruhe heraus gehemmt und auch der gewichtsausgeglichene Torflügel darf sich nicht nach unten bewegen.

Die dynamische Selbsthemmung (Selbstbremsung) ist so ausgelegt das auch aus der Bewegung heraus bei abge-schaltetem Motor der Torflügel in der Abwärtsbewegung von selbst zum Stillstand kommt.

Senkrechte Laufschienen (Zargen)

Ihre Formgebung ist so ausgelegt das sie die Laufrollen umfaßt und diese die Führung nicht verlassen kann. Sie werden in galvanisch verzinktem Stahlblech oder auch in stranggepreßtem Aluminium ausgeführt. Der Schenkel der Zarge wird innenseitig an der Laibung der Baukörpers montiert und mittels Schrauben oder Stahlwinkeln befestigt. Über den Laufschienenbogen mit den seitlichen Konsolen sind die Zargen mit den waagrechten Führungsschienen verbunden.

Sicherheitseinrichtungen

Diese Einrichtungen müssen fehlersicher sein, einer Testung unterliegen und bei Auftreten eines Fehlers die Flügel-bewegung zum Stillstand bringen oder eine Bewegungsumkehr einleiten. Sicherheitseinrich-tungen dienen der Ver-meidung von Gefährdungen an Scher- und Quetschstellen.

Sicherheitsendschalter

Sie sind eine zusätzliche Einrichtung im Elektroantrieb die bei Versagen der Endschalter deren Funktion übernehmen sollen. Nach Ansprechen der Sicherheitsendschalter wird die Stromzufuhr unterbrochen und der Antrieb darf über die Befehlsgeräte nicht mehr bedienbar sein. Erst nach Überprüfung der normalen Endschalter und Neujustierung derer kann der Antrieb wieder in Betrieb genommen werden.

Sicherheitswindungen

Die ÖNORM B 1205-1 und der Entwurf zu DIN EN 12604 gehen von zwei verbleibenden Umschlingungen des Draht-seils auf den Seiltrommeln als Sicherheitswindungen aus. Sie dienen der Zugentlastung beim geschlossenen Tor.

Sicherheitsleiste

Die Sicherheitsleiste wird bei den Sektionaltoren an der untersten Sektion im Bodendichtungsgummi eingesetzt. Sie dient als Sicherheitseinrichtung an der Schließkante, muß fehlersicher sein und einer Selbsttestung unterzogen werden. Unterschieden werden Druckwellenkontaktleisten und elektrische Kontaktleisten.

Spannfederkopf

Die Torsionsfedern werden mittels Spannköpfen auf der Achswelle befestigt. Sie dienen als Spannvorrichtung und ermöglichen je nach Drehrichtung der Welle ein spannen oder entspannen der Federn. Durch das drehen des Spann-federkopfes in Windungsrichtung lassen sich die Torsionsfedern vorspannen. Nach erreichen der vorgegebenen Spannumdrehungen wird der Federkopf mit Feststellschrauben auf der Achswelle arretiert.

Spritzwassergeschützt

Die Schutzart wird mit der Abkürzung IP (International Protection) und zwei Kennziffern angegeben. Mit der ersten Kennziffer wird die Schutzart gegen Berühren und Eindringen fester Fremdkörper ein-schließlich Staub gekenn-zeichnet. Die zweite Kennziffer stellt die Schutzart gegen Eindringen von Wasser mit schädigender Wirkung dar.

Standardbeschlag (s. Normalbeschlag)

Der Torflügel wird in der Öffnungsbewegung von der Vertikalen oberhalb der Bauwerksöffnung um 90° in die Horizon-tale umgelenkt. Die Torsionsfedern, die Achswelle, die Seiltrommel sowie die Konsolen sind oberhalb der Öffnung hinter dem Sturz angebracht. Die Antriebseinheit, ob Haspelkettenantrieb oder Elektroantrieb sind ebenfalls seitlich vorn am Sturz hinter der Laibung plaziert. Bei diesem Beschlag ist ein seitlicher Platzbedarf sowie eine bestimmte Sturzhöhe erforderlich (je nach Hersteller)

Sturz

Bezeichnet den Platzbedarf zwischen der Toröffnung und der Decken- oder Dachkonstruktion. Abhängig von der Sturzhöhe ist der Beschlag bzw. die Umlenkung die eingesetzt wird. Am wenigsten Platzbedarf hinter dem Sturz benötigt der Niedrigsturzbeschlag ( 200 – 250 mm ). Anschließend folgt der Standardbeschlag ( mind. 420 mm), der höhergeführte Beschlag ( ab ca. 700 mm ) und zum Schluß der Vertikalbe-schlag ( Torhöhe + mind. 300 mm ).

Sturzblende

Äußere Verkleidung zur Aufnahme der Umlenkung im Sturzbereich. Bei Sektionaltoren besteht die Möglichkeit die Sturzblende ansichtsgleich zum Tor auszuführen ( horizontale und vertikale Aufteilung ). Die Sturzblendenhöhe ist abhängig vom eingesetzten Beschlag. Beim Niedrigsturzbeschlag wird in der Höhe weniger Platz benötigt als beim Standardbeschlag oder beim höhergeführten Beschlag.

T

Tandemrollen

Sind zwei mit einem Stahlblech verbundene kugelgelagerte Rollen auf die die Gewichtskraft der Sektionen besser verteilt wird. Anwendung finden sie bei schweren und großen Sektionaltoren.

Toprollenhalter

Sie fungieren als Aufnahme der Laufrollen und sind mit dem oberen Seitenscharnier kombiniert. Ihr Material besteht aus galvanisch verzinktem Stahlblech in einer Stärke von ca. 3 mm, ermöglichen eine genaue Justierung der An-fangssektion ( Topsektion ) und gewährleisten eine optimale Abdichtung zum Sturz.

Topsektion (Anfangssektion)

Sie ist die oberste Sektion des Sektionaltorflügels. Die Abdichtung zum Baukörper erfolgt mittels einer Gummidicht-lippe oder einer Bürstendichtung.

Torblatt (Torflügel)

Ist die Gesamtheit aller Sektionen (Bodensektion, Mittelsektionen, Topsektion) die zum verschließen der Bauwerks-öffnung erforderlich sind. Die Höhen der einzelnen Sektionen können variieren (zwischen 400 – 800 mm). Das Tor-blatt läßt sich wahlweise von Hand oder mit Elektroantrieb bedienen. Verschiedene Ausführungen wie Sandwich-paneelen mit / ohne Verglasung oder Rahmen-Sprossen-Konstruktion stehen zur Verfügung. Farbbeschichtung, Pulverbeschichtung oder Eloxierung dienen als zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit der Toranlage.

Torsionsfedern

Sind einfach gewickelte Federn bei denen der Federquerschnitt über die gesamte Länge gleich bleibt. Je nach Flügelgewicht müssen sie so dimensioniert sein das sie das Flügelgewicht in jeder Position ausgleichen. Sie werden auf der Achswelle mit einem Spannkopf befestigt sodaß die Welle je nach Drehrichtung die Federn spannt oder entspannt. Das Vorspannen der Federn erfolgt bei der Montage durch das drehen des Spannfederkopfes in Windungsrichtung. Um beim Bruch einer Feder ein abstürzen des Torflügels zu verhindern wird zusätzlich eine Federbruchsicherung eingebaut. Aufgrund des ausgeglichenen Gewichts läßt sich der Torflügel einfach von Hand öffnen oder schließen.

Torverriegelung

Bei handbedienten Sektionaltoren erfolgt die Verriegelung des Tores durch einen Schubriegel der auf der untersten Sektion ( Bodensektion ) befestigt ist. Dieser Schubriegel wird mittels eines Handgriffs in die seitliche Zarge ge-schoben und arretiert. Bei elektrisch betrieben Toren besteht die gleiche Möglichkeit der Verriegelung wie bei den handbedienten Toren wobei jedoch noch zusätzlich ein Elektrokontaktschalter angebracht werden muß. Dieser unterbricht den Steuerstrom des Elektroantriebs während der Verriegelungsphase.

Totmannschaltung (Steuerung ohne Selbsthaltung)

Das Befehlsgerät muß unmittelbar in der Tornähe montiert werden damit die Bewegung des Torflügels während der Betätigung überschaubar ist. Beim Loslassen der Taste muß die Flügelbewegung sofort zum Stillstand kommen.

Tragmittel

Hauptsächlich gemeint sind die Begriffe Drahtseile und Gurte. Mit diesen beiden genannten Tragmitteln wird das Torblatt in jeglicher Position gehalten, getragen oder bewegt. Ohne sie wäre eine Funktion des Tores nicht möglich.

Tragseil (Drahtseil)

Mit dem Drahtseil wird der Torflügel zum Öffnen gehoben und in jeglicher Position gehalten. Die untere Befestigung des Seils erfolgt mittels Seilaufhängung am Bodenbeschlag der rechts und links an der Bodensektion angebracht ist. An den Seiltrommeln, die sich beidseitig auf der Achswelle befinden, erfolgt die obere Befestigung. Sogenannte Sicherheitswindungen auf den Seiltrommeln dienen der Zugentlastung. Üblicherweise werden die Drahtseile in ver-zinkter Form ausgeführt und haben einen Seildurchmesser von 6 – 10 mm.

Türkontaktschalter

Dieser Schalter signalisiert dem Elektroantrieb ob die Schlupftür geschlossen ist oder nicht. Die ZH 1/494 fordert, das bei Torflügeln mit eingebauter Schlupftür eine kraftbetätigte Flügelbewegung nur bei ge-schlossener Schlupftür möglich sein darf.

U

Umfassungsprofil

Die ausgeschäumten Sektionaltorpaneelen werden seitlich mit einem Umfassungsprofil aus verzinktem Stahl oder aus Aluminium eingefaßt und zur Seite hin geschlossen. Auf dem Umfassungsprofil werden die Seitenscharniere mit den Laufrollenhaltern sowie der Bodenbeschlag mit Seilbruch- und Schlaffseilsicherung befestigt.

Umlenkrollen

Verwendung finden sie hauptsächlich beim Niedrigsturzbeschlag, da aus Platzgründen im Sturzbereich die Achswelle mit den Seiltrommeln und den Torsionsfedern hinter den waagrechten Führungsschienen montiert werden muß. Sie dienen also zum Umlenken der Seile von der Senkrechten in die Waagrechte.

Umlenkung

Der Torflügel oder das Torblatt des Sektionaltores wird im Bewegungsablauf von der vertikalen in die horizontale Ebene geführt. Verschiedene Umlenkungsarten ( s. Beschlag ) wie der Niedrigsturzbeschlag oder der Dachfolge-beschlag werden je nach Einbausituation verwendet.

Untere Abdichtung (Bodenabdichtungsprofil)

Um kleinere Unebenheiten zwischen Boden und Torflügel zu verschließen wird in der Bodensektion ein dauer-elastisches, wärme- und kältebeständiges Gummidichtungsprofil eingesetzt. Dieses Bodendichtungsprofil kann auch, mit entsprechender Elektronik, als Sicherheitskontaktleiste nachgerüstet werden ( pneumatisch, elektrisch )

Unterkonstruktion

Eine erstellte Konstruktion (Holz, Stahl, Aluminium) die dem Sektionaltor als Befestigungsuntergrund zur Verfügung steht. Diese Unterkonstruktion oder Montagerahmen sollte mit dem vorhandenen Bauwerk fest verbunden sein und den statischen Erfordernissen entsprechen.

Ü – Zeichen (Übereinstimmungskennzeichnung)

ÜH-Übereinstimmungsnachweis des HerstellersFür diese Tore darf ohne eine meßtechnische Prüfung ein bestimmter Rechenwert ( k- Wert, Schalldämmmaß ) angenommen werden.

ÜHP - Übereinstimmungsnachweis des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Produkts durch anerkannte Prüfstellen. Für diese Tore muß nach einer meßtechnischen Prüfung der ermittelte Rechenwert ( k- Wert, Schalldämmmaß ) angegeben werden.

V

Ventilationsgitter

Diese Gitter werden als zusätzliche Belüftungsöffnungen im Torflügel integriert. Materialien wie Kunststoff und Aluminium stehen zur Verfügung. Die Abmessungen der Lüftungsgitter sind mit einem Lüftungsquerschnitt von ca. 200 cm² begrenzt.

Verglasung

Einfachverglasung ( Rahmen-Sprossen-Konstruktion )Einwandige Scheiben aus Acryl, Polycarbonat oder Macrolon werden in einer Aluminium-Rahmen-Sprossen-Konstruktion eingesetzt. Die Stärke der Einfachverglasung liegt meistens bei 3,0 mm wobei gegebenenfalls auch andere Stärken zu Ausführung kommen können. Die Scheiben werden nach außen mit witterungsbe-ständigen Dichtungslippen abgedichtet und innenseitig mit Klemmleisten aus Aluminium oder Kunststoff gehalten.Der K-Wert bei dieser Einfachverglasung liegt bei ca. k = 3,1 W/m²K.

Isolierverglasung ( Rahmen-Sprossen-Konstruktion )Wärmegedämmte Verglasung die sich aus jeweils zwei Scheiben ( z.B. Acryl, Polycarbonat, Makrolon ) mit einer Dicke von ca. 3 mm und einem dazwischenliegenden Luftzwischenraum ( LZR ) von ca. 16 – 24 mm zusammensetzt. Der k – Wert bei einem Scheibenaufbau 3 – 16 LZR – 3 mm liegt bei k = 2,8 W/m²K.

Ovale und Rechteckige Fenster ( ausgeschäumte Paneelen )Verglasung aus Acryl in isolierter Ausführung dessen Abdichtung mittels einer umlaufenden Dichtungslippe in die ausgeschäumte Sektionaltorpaneele erfolgt. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Fenstergrößen verwendet. Der Einbau solcher Fenster ist ausschließlich auf ausgeschäumte Paneelen beschränkt.

Verriegelung

Der Schubriegel wird hauptsächlich bei handbedienten Toren eingesetzt. Dieser einfacher Verriegelungsmechanismus wird auf der Torblattinnenseite befestigt und dient zum Verschließen des Flügels. Auch bei elektrisch betriebenen Toren kann, kombiniert mit einem Elektrokontaktschalter, diese Verriegelung auch eingesetzt werden.

Das Zylinderschloß ist aus galvanisch verzinktem Stahl gefertigt und dient als Zusatzverriegelung am Tor. Beidseitig läßt sich das Schloß mittels eines Profilzylinderschlüssels entriegeln und anschließend öffnen. Eingesetzt kann es sowohl bei handbedienten als auch bei elektrisch betriebenen Toren werden.

Versteifungsprofile

Gefertigt aus verzinktem Bandstahl hat es durch seine speziell entworfene Form eine optimale Steifheit gegen das Durchbiegen der Sektionen ( Alu- oder Stahlsandwichpaneelen ). Befestigt werden diese Profile auf der Torblattinnen-seite unterhalb der Torscharnierung mittels Schrauben oder Nieten. Bei der Rahmen-Sprossen-Konstruktion werden stranggepresste Profile eingesetzt die bereits mit den Versteifungsprofilen kombiniert sind.

Vertikalbeschlag

Voraussetzung für diesen Beschlag ist der erforderliche Platzbedarf im Sturzbereich damit der Torflügel senkrecht nach oben geschoben werden kann. Als Sturzhöhe sollte die Lichte Torhöhe zzgl. einem gewissen Platzbedarf von ca. 300 mm für die Achswelle mit den Torsionsfedern und Seiltrommeln zur Verfügung stehen.

Verzinkung

Galvanische Verzinkung basiert auf einer elektrolytischen Methode mit der in wäßriger Schwefelsäure der Zink auf das als Kathode geschaltete Stahlteil aufgebracht wird. Die entstandene Zinkschicht ist verhältnismäßig dünn und gegen mechanische Einwirkungen sehr empfindlich.

Feuerverzinkung ist ein Schmelztauchüberzug. Bei ca. 450° C wird der fett- und rostfreie Stahl in das geschmolzene Zink getaucht. Sie ist ein optimaler Schutz für Stahlteile gegen Korrosion.

W

Waagrechte Laufschienen

Die Ausführung erfolgt in galvanisch verzinktem Stahlblech oder in stranggepreßtem Aluminium. Sie sind über die Umlenkbogen mit den senkrechten Zargen verbunden. Die horizontalen Schienen werden waagrecht unterhalb der Dach- oder Deckenkonstruktion befestigt. Als Befestigung dienen spezielle Montagewinkel alternativ auch verzinkte Rechteckprofile. Als zusätzliche Stabilität wird am hinteren Ende der Laufschienen neben den Federpuffern auch eine Querver-strebung angebracht.

Wartung

Sie dient der Bewahrung und Erhaltung des Sollzustandes ( Funktionsfähigkeit ) eines Tores. Auftretende Schäden können rechtzeitig erkannt und behoben werden. Mit Abschluß eines Wartungsvertrages beim Torhersteller oder Lieferanten kann die Garantiezeit zusätzlich verlängert werden.

Wärmebrücke

Wärmebrücke bzw. Kältebrücke nennt man die Stelle im Bauwerk, an der die Wärme des Gebäudeinneren auf leichte Weise nach außen gelangen kann. Die Ursache dafür ist, daß an dieser Stelle konstruktiv ein anderes Material ver-wendet werden mußte oder dieser Punkt eine geringere Wärmedämmung als die umgebende Fläche aufweist (Def.).

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffiziet „ k “ dient der Beurteilung des Transmissionswärmeverlustes durch Bauteile, Bauteil-kombinationen oder durch die gesamte Gebäudeumfassungsfläche. Die Berechnung erfolgt nach den allgemeinen Regeln der Technik z.B. nach DIN 4108-5 aus dem Wärmedurchlaßwiderstand unter Berücksichtigung der Wärme-übergangswiderstände. Zielsetzung der Wärmeschutzverodrnung ist die Begrenzung des Wärmedurchgangs der Ge-bäudeumfassungsfläche und der Lüftungswärmeverluste, um den Jahresheizwärmebedarf zum Zweck der Energieeinsparung zu senken.

Welle

Massivwelle Standardmäßig wird die Achswelle aus verzinktem Stahl mit einem Durchmesser von 25,4 mm ( 1 Zoll ) verwendet. Je nach Törgröße ändert sich der Achsdurchmesser auf 31,75 mm ( 1 ¼ Zoll ). In der Massivwelle eingelassen ist die durchgehende Nut in der eine spezielle Paßfeder ( Keil ) befestigt wird.

HohlwelleBei Toren ohne Gewichtsausgleich werden Hohlwellen aus Stahlrohr St 37 ( grundiert oder verzinkt ) mit einge-setzten Einschweißronden und Einschweißwellen verwendet. Auf diesen Hohlwellen sind seitlich die Gurtscheiben und Tragegurte befestigt.

Wellendurchbiegung

Eine Durchbiegung der Welle ist nicht von größerer Bedeutung da sie nur das Eigengewicht zu tragen vermag. Die Belastungspunkte liegen jeweils rechts und links im Lagerbereich.

Wellenkupplung

Sie werden aus Gußeisen oder aus Aluminmiumdruckguß gefertigt und haben einen Innendurchmesser von 1 Zoll ( 25,4 mm ) alternativ bei großen Toren auch 1 ¼ Zoll ( 31,75 mm ). Eingesetzt werden sie als Verbindung zwischen zwei Wellenteilen im Bereich der Mittelkonsolen. Die Arretierung erfolgt mit Paßfedern und Feststellschrauben.

Wellenlager

Verwendung finden Flansch- oder Stehlager an Eck- und Mittelkonsolen. Die Wellenlager werden üblicherweise mit Pendelkugellagern ausgestattet und ermöglichen einen reibungslosen und geräuscharmen Lauf der Achswelle.

Windversteifung

Gefertigt aus verzinktem Bandstahl hat es durch seine speziell entworfene Form eine optimale Steifheit gegen das Durchbiegen der Sektionen (Alu- oder Stahlsandwichpaneelen). Befestigt werden diese Profile auf der Torblatt-innenseite unterhalb der Torscharnierung mittels Schrauben oder Nieten. Bei der Rahmen-Sprossen-Konstruktion werden stranggepresste Profile eingesetzt die bereits Versteifungsprofile aufweisen.

Z

Zarge

Ihre Formgebung ist so ausgelegt das sie die Laufrollen umfaßt und diese die Führung nicht verlassen kann. Sie werden in galvanisch verzinktem Stahlblech oder auch in stranggepreßtem Aluminium ausgeführt. Der Schenkel der Zarge wird innenseitig an der Laibung der Baukörpers montiert und mittels Schrauben oder Stahlwinkeln befestigt. Über den Laufschienenbogen mit den seitlichen Konsolen sind die Zargen mit den waagrechten Führungsschienen verbunden.

Zargendichtung

Sie dichten den geschlossenen Torflügel zum Bauwerk ab. Verwendet werden Gummidichtungslippen oder aber auch Bürstendichtungen.

ZH 1/494

Diese Bezeichnung steht für die Richtlinien für kraftbetätigte Fenster, Türen und Tore.

Zugfeder

Zugfedern gleichen ebenso wie die Torsionsfedern das Gewicht des Torflügels aus. Zu beiden Seiten des Tor-rahmens wird eine oder mehrere Zugfeder ( n ) vertikal befestigt und mit dem Torblatt verbunden. Bei der Schließ-bewegung des Tores wird die Feder gespannt, bei der Öffnungsbewegung des Tores entspannt. Die Federkon-struktion wird hauptsächlich bei kleinen und leichten Toren verwendet.

Zugseil

Bei handbedienten Sektionaltoren dient es zum Öffnen und Schließen des Torflügels. Das Nylonseil ist sowohl oben und unten am Torblatt befestigt.